So, es ist so weit :) Ich starte ab dem 1.8.2026 mit meinem Blog. Hier werde ich kleine, feine Gedanken niederschreiben, die mir in dem Lebensabschnitt, in dem ich sie verschriftliche, gerade wesentlich erscheinen. Primär, um mir eine Vertiefung meiner Gedanken zu ermöglichen, vielleicht auch um mir ein erneutes, gesammeltes Lesen zu erleichtern - vielleicht ist es auch für dich hilfreich, interessant oder inspirierend.
Meine Notizen werden kurz sein – nach dem Motto „In der Kürze liegt die Würze“. Außerdem werden sie auch off-topic sein, also nicht vorrangig oder offensichtlich mit Trauma zu tun haben. Sie passen jedoch immer zum Thema Beziehung. Viel Spaß!
23.8.2026
Zurzeit arbeite ich besonders gern mit einem neuen Format – ich nenne es traumasensibles Tandem. Gerne erkläre ich dir dieses Format: Wir treffen uns zu dritt (online oder vor Ort): ich und zwei weitere Personen. Diese können in einer Partnerschaft oder Freundschaft miteinander verbunden sein – müssen es aber nicht. Gut ist, wenn sie sich schon ein bis zweimal gesehen haben und die Chemie stimmt. Ob sich dabei Männer und Frauen mischen, spielt keine Rolle. Alternativ können wir auch eine kurze Kennenlern- und Entscheidungsphase einplanen. Spätestens nach dem zweiten Treffen wird vereinbart, wie lange und wie oft wir uns sehen. Dieses Commitment ist wichtig und bringt Ruhe und Sicherheit in die Systeme. Der Ablauf, der sich inzwischen immer klarer herauskristallisiert, sieht so aus:
Zu Beginn machen wir ca. 30 Minuten EM Level 3. Danach bekommt eine der beiden Personen den besonderen Fokus. Beim nächsten Treffen liegt der Fokus auf der anderen Person. Ein Treffen dauert 90 Minuten. Dieses Format ist wirklich bemerkenswert! Vielleicht hast du Lust, es auszuprobieren? Ich suche auch gerne für dich einen Tandem-Partner bzw. eine Tandem-Partnerin.
20.8.2026
Seit ca. einem halben Jahr verfolge ich Betina Belitz auf ihrem YouTube-Kanal. Ich bin wirklich begeistert. Eigentlich lese ich selten Romane, aber ihre Bücher haben es mir angetan. Zum Teil habe ich sie meinen Kindern vorgelesen (z. B. Luzie und Leander – ein herrliches Buch über das Größerwerden, das Verliebtsein, über Freundschaften, wie Eltern so sind, Liebe, Sexualität und den Zyklus). Ihre Romane sind nicht nur lustig und leicht zu lesen, sondern haben auch Tiefgang und zeugen von Sinn und Spiritualität. Ihre Videos vermitteln ein Angebundensein und eine Reflektiertheit, die beim Zuhören entspannt (okay, zum Teil auch irritiert – aber im positiven Sinn). Ich kann ihre Beiträge über Beziehung und Partnerschaft nur von Herzen empfehlen.
13.8.2026
Für Paare:
Jeder einzelne Konflikt, sei er noch so klein oder groß, ist die Chance, euch gegenseitig besser kennenzulernen und dazuzulernen. Nutzt eure Konflikte! Geht spielerisch an die Auseinandersetzungen. Fragt nach. Hört hin. Erzählt von euren Gefühlen und Empfindungen - nicht von euren Gedanken über euch oder euer Gegenüber. Wenn ihr euch selbst oder den anderen nicht mehr versteht/spürt, dann habt ihr den Konflikt nicht gut genutzt. Nach einem Konflikt, den ihr zur Gänze geklärt habt, fühlt ihr euch erleichtert, wohler und verbundener mit euch und mit eurem liebsten Menschen.
7.8.2026
"Die meisten von uns stehen unter deinem dauernden Denkzwang; wir führen ständig Selbstgespräche. Wenn ich aber die ganze Zeit rede, kann ich nicht hören, was ein anderer zu sagen hat. Und wenn ich die ganze Zeit denke, d.h. mit mir selber rede, dann bleibt mir nichts anders übrig, worüber ich nachdenken kann als wiederum Gedanken. Ich befinde mich deshalb ganz in der Welt der Symbole und bin nie in Beziehung zur Wirklichkeit. Ich möchte mit der Wirklichkeit in Berührung kommen: dies ist der eigentliche Grund des Meditierens." Alan Watts (aus dem Buch Meditation)
Wenn wir endlich unseren Geist etwas leiser bekommen, fällt es uns auch leichter, in echten Kontakt mit uns selbst (unserem wahren Sein) und unseren Mitmenschen zu gehen – und nicht mit unseren Projektionen auf sie.
1.8.2026
Seit über 20 Jahren beschäftige ich mich mit dem Unterschied zwischen Gefühlen und Gedanken. „Überforderung“, „Leere“ und „Sinnlosigkeit“ sind keine Gefühle. Das sind Gedanken – und diese sollte man auch als solche verbalisieren. Wenn du Gedanken und Gefühle vermischt, entsteht ein Durcheinander. Im schlimmsten Fall geht es dir dadurch schlechter. Es ist immer heilsam, wenn du deine Gefühle mit jemandem teilen kannst. Geht es dir nach der Mitteilung nicht besser, weißt du, dass es ein Gedanke war. Es ist eine Erleichterung, „Trauer“ oder „Wut“ mitzuteilen – und diese Erleichterung musst du sofort im Körper spüren. Achte darauf! :)
Es gibt noch einen zweiten „Fehler“: Wenn du keine Erleichterung oder Entspannung im Körper spürst, realisierst du nicht, dass dir jemand zuhört.
Was macht das mit dir?
Beobachte dich bei deiner nächsten Mitteilung – bekommst du mit, dass dir ein Gegenüber zuhört? Was erlebst du dann?